Das Smartphone mit Cloud-Diensten erweitern

Smartphones werden häufig als teure Gadgets oder Spielzeuge betrachtet. Dabei können sie auch sehr sinnvoll eingesetzt werden. Diese Artikelserie soll dazu anregen sein teures Spielzeug zu einem effektiven Werkzeug zu erweitern. Hierfür werden verschiedene Ideen zur effektiven Nutzung von Smartphones, sowie verschiedene Apps für Android vorgestellt. Dieser Artikel betrachtet die Cloud als Erweiterung des Smartphones.

Dienste und Datenbanken in der Cloud

Ich habe mich im ersten Teil dieser Artikelserie schon ausgiebig mit der Cloud beziehungsweise dem Internet als Datenspeicher beschäftigt. Aber die Cloud kann mehr! Sie beinhaltet große Datenbanken und bietet performante Rechenleistung. Genau die richtige Erweiterung für den Minicomputer Smartphone, der sowohl mit Rechenkapazität, als auch mit Speicherplatz zu kämpfen hat.

Auf die in der Grafik dargestellten Dienste und Datenbanken greifen verschiedene Apps zurück, um uns den Umgang mit dem Smartphone noch attraktiver zu gestalten.

Apps die online Dienste nutzen

Google Googles ist ein Beispiel für eine App, die die Cloud zur Datenverarbeitung nutzen. Diese App von Google untersucht Bilder auf bekannte Objekte oder Texte. Wird ein Objekt erkannt, so werden Hintergrundinformationen dazu angeboten:

  • Objekt identifiziert: Informationen + Suchergebnisse
  • Sudoku: Lösung wird berechnet
  • Text: Übersetzung in andere Sprache wird angeboten

Andere Apps nutzen zum Beispiel den Dienst von Wolframalpha zur Berechnung von komplexen (oder auch einfachen) mathematischen Problemen, oder den Dienst von SoundHound zur Bestimmung des gerade im Radio abgespielten Liedtitels.

Apps die online Datenbanken nutzen

Die meisten Wikipedia-Artikel sind wenn möglich mit Ortskoordinaten versehen. Genauso gibt es unzählige Datenbanken mit Verzeichnissen von öffentlichen Toiletten, Parkplätzen, Restaurants… Entsprechend gibt es auch sehr viele Apps, die diese Daten aufarbeiten.

Ein interessanter Teilbereich davon nennt sich Augmented Reality. Hier wird mit Hilfe des GPS-Moduls zur genauen Ortsbestimmung, und der Lagesensoren des Smartphones das Kamerabild des Smartphones mit solchen ortsbezogenen Daten versehen. Man sieht also nicht nur das Kamerabild, sondern je nach Auswahl die nächstgelegenen öffentlichen Toiletten/Briefkästen/Parkmöglichkeiten direkt in das Livebild eingezeichnet. Das funktioniert natürlich auch ganz klassisch mit Markern auf einer Karte.

Ein anderes Beispiel ist die App Sky Map. Hält man das Smartphone Richtung Himmel, so zeigt diese App die an dieser Stelle theoretisch sichtbaren Himmelskörper und Sternbilder an.

Fazit

Mit einer Internetverbindung und den Diensten in der Cloud wird aus dem Minicomputer Smartphone ein ungemein leistungsfähiges Gerät, welches die Leistungen eines aktuellen PCs locker in den Schatten stellt. Aber aufgepasst: bei Diensten im Bereich der Augmented Reality oder der Bildanalyse handelt es sich noch um recht neue Entwicklungen, die nicht immer vollkommen zuverlässig funktionieren. Auch unterscheiden sich die zu Grunde liegenden Datenbanken in ihrer Vollständigkeit und Zuverlässigkeit. Also erst ausprobieren und testen, bevor man im Urlaub auf der Suche nach einem Parkplatz doch wieder ständig im Kreis fährt.

Im nächsten Teil dieser Artikelreihe wird analysiert, welche Geräte ein Smartphone so alles ersetzen kann.