Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog Smartphones als kleine Alleskönner beschrieben, die auch als E-Book Reader und Navigationsgeräte eingesetzt werden können. Aber wie stellt sich mein 7 Zoll Tablet nun im direkten Vergleich mit einem Kindle Paperwhite 3G an?

Der erste Teil meines persönlichen Tests:

Es schon längst dunkel draußen und im Zug sammeln sich die üblichen Pendler: müde Gesichter, kein Blick für die Geschehnisse auf dem Bahnsteig und den Blick fest fokussiert auf die Tageszeitung, den Laptop, das Smartphone oder den E-Book Reader. Es dauert ja auch noch einige Minuten bis der Zug offiziell losfahren sollte. Vermutlich sogar noch etwas länger bis es auch der wie üblich verspätete ICE auf dem Gleis nebenan geschafft hat den Bahnhof zu verlassen und wir hinterherzotteln dürfen.

Genug Zeit also die Kindle App auf meinem (nicht mehr ganz aktuellen) 7 Zoll Galaxy Tab zu testen. Das knapp vierhundert Gramm Tablett ist ein gewohntes Gewicht in meinen Händen und ich habe auch noch 18 Prozent Akkulaufzeit über den Tag gerettet. Nach wenigen Sekunden habe ich die Kindle App gefunden. Dabei habe ich natürlich übersehen, dass irgendein Speicherfresser über den Tag den RAM (Arbeitsspeicher) soweit aufgebraucht hat, dass es erst eines Neustarts bedarf um die Kindle App tatsächlich starten zu können. Aber ich habe ja Zeit. Knapp drei Minuten später ein weiterer Versuch die Kindle App zu starten und noch ein paar Sekunden später habe ich ein E-Book vor meiner Nase.

Gut lesbarer Text, Bedienung intuitiv, also rein ins Abenteuer. Die Seiten lassen sich so schnell umblättern, dass ich das teilweise gar nicht mitbekomme und wieder zurückblättern muss. Plötzlich – der Agent im Thriller wollte sich gerade aus einer lebensbedrohlichen Situation retten – habe ich einen schwarzen Bildschirm vor mir. Augenblicke später sehe ich das vertraute Bild eines startenden Smartphones.

Knapp vier Minuten später habe ich wieder einen funktionierenden E-Book Reader und die gleiche Stelle wie davor vor den Augen, da erreicht mich eine SMS. Könnte wichtig sein, also besser einmal nachsehen: „Kann dich nicht erreichen, wo bleibst du?“ Sollte der Versuch mich auf dem Smartphone anzurufen in Kombination mit der Kindle App für den plötzlichen Neustart verantwortlich sein? Ich sende kurz eine Antwort: „Hatte spät Vorlesung, Zug aktuell 10 Minuten Verspätung.“ und möchte mich wieder meinem Buch widmen, da entdecke ich die inzwischen einstellige Prozentanzeige des Akkus. Naja, macht ja nichts, ich kann ja auch noch eine halbe Stunde aus dem Fenster schauen.

Wie sich der Kindle Paperwhite 3G im Zug geschlagen hat, könnt ihr dann nächste Woche lesen.