…nachdem ich längere Zeit nichts mehr von mir habe hören lassen dachte ich, ich melde mich auf diesem Wege bei dir. Mir geht das schon länger im Kopf herum, aber vorhin beim Spazieren gehen ist mir das alles etwas klarer geworden. Eigentlich wollte ich ganz entspannt eine Runde durch die Friedrichsau spazieren. Als Ersatz für das für mich momentan ungesunde Laufen. Das hat auch den Vorteil, dass sich meine Kamera nicht so schwer anfühlt und ich genügend Zeit habe mir meine Motive auszusuchen: blühende Obstbäume, deren Äste sich unter dem Gewicht der farbigen Pracht durchbiegen, direkt neben der Donau mit vom Abendrot verziertem Himmel im Hintergrund… wir sind mit dem Frühling hier in Ulm wieder etwas später dran wie als im sonnigen Markgräflerland. Leider hingen graue Schleier am Himmel. Das waren garantiert diese Aschewolken aus Island. Außerdem roch es ständig nach Rauch… ob der gesundheitsschädlich ist? Garantiert karzinogen oder so was. Vor allem wenn zu den abgeschnittenen Ästen in den Gärten noch weiteres Zeug kommt. Also doch keine Vulkanasche, sondern Rauch direkt vom Lagerfeuer aus den Schrebergärten. Mit meinen Laufschuhen wäre ich in Sekunden daran vorbei und hätte wieder frische Luft zu atmen *seufz*…

Während ich also noch der Tragik des Motivs nachhing -welches leider nur in meinem Kopf existierte- musste ich an dich denken. Du hattest heute ja wieder Dienst und hast für einen Tag -eigentlich sogar zwei Tage, wenn man die Zeitverschiebung mitrechnet- die Server von Twitter auf Trab gehalten. In jedem Twitterbuch wird über dich geschrieben und zig Blogeinträge wurden über dich veröffentlicht. Du hast Twitter meiner Meinung nach einen bedeutenden sozialen Stempel aufgedrückt: im Prinzip schlage ich jeden Freitag Leute bei Twitter vor, die ich meinen Followern empfehlen möchte. Ich muss sagen ich hatte anfangs meine Probleme mit dir, aber dann fand ich dich echt super. Schnell haben sich meine Sozial- und KnowHowkontakte bei Twitter ausgeweitet und auf grob geschätzt 50 Prozent der Leute denen ich folge hast du mich aufmerksam gemacht. Natürlich waren auch einige unpassende dabei, aber das Entfolgen ist ja genauso einfach wie das Folgen… wenn man die Personen erstmal gefunden hat.

Wirklich verstanden habe ich dich aber erst, als ich selbst mitgemacht habe. Das Gefühl von jemandem als wichtig oder VIT bezeichnet zu werden ist anfangs ähnlich erhebend wie die Erlangung der ersten Urkunde bei einem Wettbewerb. Aber du machst es uns auch nicht wirklich einfach. Ich meine es gibt so viele tolle Leute, bei denen ich mitlese, aber solch lange, jede Woche gleichbleibende Listen von Usernamen zu veröffentlichen wird auf Dauer mühsam und unproduktiv. Tut man das aber nicht und legt einfach eine öffentliche Liste an, dann fehlt der wöchentliche Effekt des Da hat mich jemand für wichtig befunden-Gefühls. Listen, Kategorien, Walls… das alles ist nicht so befriedigend wie deine wöchentliche Empfehlung. Beteiligt man sich nicht an deinem wöchentlichen Sozialaustausch, wird man jedoch schnell ignoriert. Erwähne andere, dann wirst du auch erwähnt! Das ist doch eine deiner grundlegend einfachen Regeln? Ah ich höre dich in Gedanken heftigst widersprechen… es sind nicht deine Regeln, sondern die der User im Netzwerk.

Ich habe es jetzt mehrfach mit dir versucht, habe kategorisierte Listen erstellt, dann persönlich gehaltene Empfehlungen zu einzelnen Tweetern geschrieben und schlussendlich nur Leute empfohlen, die mir in der jeweiligen Woche auch aufgefallen sind. Aber wir haben nunmal kein so aufregendes Leben wie die Sternchen von denen regelmäßig zu lesen ist. Wir können nicht mithalten mit wöchentlichen Blitzlichtern um auf uns aufmerksam zu machen. Trotzdem wäre das nötig um nach meinem System des wöchentlichen Auffallens mit dir umgehen zu können.

Dabei warst du mir in meinen Anfängen bei Twitter wirklich eine große Hilfe. Auch scheint es einige Tools zu geben, die mit deiner Hilfe die Popularität von Tweetern wie mir in Bezug zu bestimmten Themen setzen können. Zumindest würden das die privaten Nachrichten von Internetdienstleistern aus China erklären, die mich zum Thema Sozialkontakte und Joomla! angeschrieben haben.

Ja lieber FollowFriday ich weiß jetzt nicht wie ich es genau sagen soll… es fällt mir schwer auf dich zu verzichten, aber so wie es momentan zwischen uns läuft, sehe ich einfach keine Zukunft für uns. Wir haben einfach zu unterschiedliche Ansprüche und Interessen. Wir können uns ja noch ab und zu treffen und wenn mir mal wieder jemand auffällt, dann werde ich auf dich zukommen. Aber vorerst denke ich sollten wir etwas Abstand halten.

PS: Danke an alle, die mich beim #FollowFriday regelmäßig erwähnt haben oder noch weiterhin erwähnen werden =)