Der zweite Lauftag für diese Woche und ich habe für heute das Schlimmste (hoffentlich) hinter mir. Da ich diesen Vormittag keine festen Termine hatte, habe ich gestern beschlossen heute eine Stunde später laufen zu gehen und bin erst um 07.00 Uhr aus dem Haus. Da es bei uns auf dem Berg -5°C hatte und ziemlich schneite habe ich eine Laufstrecke in eher städtischer Umgebung ausgewählt. Es war glücklicherweise nicht so glatt wie am Montag und die Stunde später hat zu meinem Biorhythmus doch besser gepasst.

Diese eine Stunde macht nicht nur im körperlichen Befinden einiges aus, auch die Stadt hat sich im Vergleich zu Montag völlig verändert. Die Straßen, die man eine Stunde vorher problemlos überqueren konnte, sind inzwischen gestopft voll und auf den inzwischen gestreuten Gehwegen in der Nähe von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen drängeln sich Schüler zu Fuß und auf dem Rad. Wenn man also nicht mit den Radfahrern um die Lücken zwischen den zur Schule strömenden Massen konkurrieren möchte und auf Ansammlungen rauchender Jugendlicher verzichten kann, dann sollte man diese Orte besser vermeiden.

Apropos Radfahrer: meine Hochachtung gilt allen Radfahrern, die sich trotz dieser widrigen Bedingungen auf nur zwei Rädern zu Arbeit oder Unterricht aufmachen. Vor allem auch denjenigen, die die bis zu 100 Höhenmeter zur Uni auf sich nehmen! Man muss mir da nicht noch extra versuchen zu beweisen, dass man Frau auch bei Glatteis freihändig fahren kann…

Vom Sonnenaufgang habe ich Dank Wolken und Nebel natürlich nichts mitbekommen. Was mich aber unterwegs den quälenden Duft nach frischen Brötchen verdrängen lies, das waren die Spuren von Laufschuhen vor mir im Schnee. Ich war also nicht alleine unterwegs.

Erfahrungen

  • Strecken wählen, auf denen man dem Berufsverkehr ausweichen kann
  • Bäckereien morgens großzügig umlaufen
  • Wege in der Nähe von Bildungseinrichtungen Wochentags zwischen 07.00 Uhr und 08.00 Uhr meiden

Fazit zum zweiten Lauftag

Inzwischen habe ich mich mit so manchen Dingen abgefunden und wenn man morgens ohne Zeitdruck laufen gehen kann, dann ist das ganze noch einmal eine Spur angenehmer. Trotzdem ist es nicht ganz so entspannend, wie bei gutem Wetter eine Sonnenstunde mitzunehmen, und nicht so unterhaltsam, wie sich mit anderen zu einem Lauftreff zu verabreden (ich entschuldige hiermit auch meine inzwischen mehrwöchige Abwesenheit vom Uni-Lauftreff). Wer nicht gerade notorischer Frühaufsteher ist, aus Zeitgründen nicht anders kann oder Spaß daran hat sich zusätzlichen Belastungen auszusetzen, dem würde ich an momentan davon abraten im Winter früh laufen zu gehen. Aber vielleicht ändere ich meine Meinung bis zum Ende der Woche ja noch.