Heute war der für mich spannende fünfte Tag meiner Anti-Morgenmuffel-Woche. Heute klingelte der Wecker um 5 Uhr morgens. Äußerst motiviert bei -im Vergleich zu den letzten Tagen- fast schon idealen Bedingungen bin ich meine 12km bei trockenen knapp unter 0°C in einer Stunde gelaufen um danach noch genug Zeit für ein gemütliches Frühstück zu haben.

Dabei konnte ich mir in Ruhe Gedanken über die Verletzungsgefahr beim frühen Laufen im Winter machen, womit ich natürlich nicht alleine bin. Da es mich auf dem Weg zur Bushaltestelle schon wieder in die Horizontale befördert hat und ich mir diesmal meine Hand an den Salzersatzsteinen aufgeschlitzt habe, bin ich doch zu dem Schluss gekommen, dass es grundsätzlich gefährlich ist, bei diesem Wetter das Haus zu verlassen.

Als vernünftiger Läufer hat man meiner nach sogar bessere Chancen gut wegzukommen, da man rein Kleidungs- und Schuhtechnisch besser auf das Wetter angepasst ist, als im üblichen Arbeits-, Büro- oder Unidress. Da man aber länger und öfters unterwegs ist, ist es natürlich durchaus möglich, einmal öfters erwischt zu werden. Es hilft also nur Vorbereitung, Vorsicht und – Notiz an mich- das auch nach dem Laufen nicht vergessen.

Was mir in meinen bisherigen Texten noch auffiel: ich vermittle im Ansatz das Bild, dass wir Studenten ja alle ziemlich faul sind, nicht vor Mittag aufstehen… Das mag auf manche durchaus zutreffen, aber bei 4-5mal die Woche Vorlesungsbeginn um 07.30 oder 08.00 Uhr tut man sich als Biochemiker durchaus schwer diesem Bild gerecht zu werden. Der Unterschied auf den ich aus bin zeichnet, sich dadurch aus, ob man der Vorlesung im Halbschlaf, im Kaffeerausch oder natürlich wachem Zustand folgt, wobei ich momentan zu letzterem tendiere.