Ich bekenne mich an dieser Stelle als süchtig nach Büchern. Ob als fest gebundenes Exemplar, welches bevorzugt auf der Couch gelesen wird, dünnes Taschenbuch für Fahrten mit Bus und Bahn oder Höhrbuch beim Laufen. Da mir mein Hauptdealer Amazon auf Dauer zu teuer wird, habe ich beschlossen mir ganz „old fashioned“ einen Ausweis bei der Stadtbibliothek zu leisten. Diesen habe ich nach intensiver Kontrolle meines Personal- und Studentenausweises (glücklicherweise noch ohne Fingerabdruck- und Irisscan) und einem verbilligten Jahresbeitrag von 10 Euro auch bekommen.

Inzwischen habe ich mich an eine gut sortierte Universitätsbibliothek gewöhnt, in der es schön übersichtlich mehrere Exemplare eines jeden wichtigen Buches zum Ausleihen gibt und dazu noch ein nicht entleihbares Exemplar im Präsenzbestand, falls die ausleihbaren Bücher alle schon weg sind. Im Idealfall hat man auch noch die Wahl zwischen verschiedenen Auflagen, sowie der englisch- und deutschsprachigen Ausgabe des Lehrbuches.

In der Stadtbibliothek ist das doch anders. Es gibt durchaus auch Fachbuchliteratur, doch diese wirkt im Vergleich zum Bestand der UniBib geradezu antiquitär. Dafür ist die theoretische Auswahl an Trivialliteratur unübertroffen. Zwar gibt es meist noch nicht einmal zwei Exemplare, doch ist die unglaubliche Vielfalt geradezu überwältigend. Zählt man dann doch die Bücher dazu, die man eigentlich gerne lesen würde, die jedoch ausgeliehen sind, dann gehört die Bibliothek zu einem der wichtigsten Gebäude der Stadt. Es zieht einen geradezu mit einigen dicken Büchern unterm Arm in das sich im Obergeschoss befindliche Lesecafe. Da mir die Wirkung großer Menge an süchtig machender Trivialliteratur schon im Voraus bekannt war, habe ich mich anhand einer Liste durch die relevanten Abteilungen durchgearbeitet, und die anderen nur gestreift.

Sport: Ich war natürlich auf der Suche nach Literatur zu meinem neuen Hobby, dem Laufen. Mich begeisterte also auf Anhieb ein mit Sport gekennzeichneter Bereich auf dem Übersichtsplan. Schnell befand ich mich inmitten von Regalen mit der Aufschrift Sport und Büchern über Töpfern, Tonen und Seidenmalerei. Etwas geschockt über die Kategorisierung wurde ich dann doch von einem Regal mit Literatur zum Schach-Sport über Bewegungsübungen für Kinder zu Büchern geleitet, die eher meiner Auffassung von Sport entsprachen.

Joomla!: Da die Literatur zum Thema Contao (früher TYPOlight) noch recht überschaubar ist, habe ich mir heute noch einen kurzen Überblick über die vielen Neuerscheinungen zum Thema Joomla! 1.5 verschafft. Mein Hauptaugenmerk liegt nach wie vor auf der Beschreibung von Bildergalerien. Irgendwie scheint das nach wie vor ein heikles Thema zu sein. Viele Joomla!-Bücher verzichten komplett auf das Thema, oder beschreiben wie man externe Anwendungen wie Flickr in Joomla! eingebunden bekommt. Ich bin ja schon begeistert, wenn eine neue Bildergalerie wie die Phoca-Galerie beschrieben wird und kein inzwischen längst überholtes Kapitel über eine sich im unklaren Entwicklungszustand befindliche Erweiterung aus einer vorherigen Auflage aufgewärmt wird. Umso überraschender war es für mich, etwas über die JoomGallery in einem Buch zu lesen. Etwas schade finde ich nur, dass die Entwickler der Erweiterungen mit keinem Wort erwähnt werden. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass schon die einfache namentliche Erwähnung in gedruckter Literatur einen Entwickler für viele der freiwillig und unentgeltlich abgeleisteten Stunden entschädigen kann.