Die Festung Hohensalzburg vom Schloss Mirabell aus im Sommer.

So haben wir uns unseren Kurztrip über Ostern nach Salzburg vorgestellt. (Bild CC-BY-SA-2.5 Andrew Bossi)

Warum nochmal sind wir an einem Feiertag um 4 Uhr 30 aufgestanden? Ach ja, um den ersten Zug mit ICE Anschluss in Richtung Salzburg zu erwischen. Geplant waren exakt 72 Stunden von Karfreitag bis Ostermontag in Salzburg, deren Altstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

Naja, ganz 72 Stunden hatten wir dann doch nicht: durch die Zeitumstellung hatten wir eine Stunde weniger Schlaf, der erste ICE auf der Hinfahrt ist ersatzlos ausgefallen und bis wir endlich in Salzburg waren und dort eine Stelle gefunden haben, die uns die Salzburg Card verkaufen konnte, war es leider schon zu spät um noch in ein Museum eingelassen zu werden. Diese haben den letzten Einlass nämlich schon zwischen 16:30 Uhr und 17:00 Uhr. Also haben wir unseren ersten TagAbend damit verbracht uns in der Altstadt zu orientieren.

Der zweite Tag: Hohensalzburg und Museen

An das frühe Aufstehen gewöhnt, waren wir schon um kurz vor acht wieder unterwegs in der Stadt und nutzten die leeren Straßen um in Ruhe ein paar Fotos zu schießen. Am Samstag Vormittag war das Wetter dann ganz passabel, so dass wir mitsamt unserer Fotoausrüstung auf die Festung Hohensalzburg hochgefahren sind, um von dort aus den Blick auf Salzburg zu genießen, und die dort vorhandenen Museen zu besuchen.
Der Innenhof der Festung Hohensalzburg

Der Innenhof der Festung Hohensalzburg

Pro Tip für Fotografen: in den Salzburger Museen gibt es meist kostenlose Audioguides, die man sich jedoch ans Ohr halten muss. Diese haben aber alle eine Kopfhörerbuchse, so dass wir unsere extra mitgebrachten Kopfhörer darin einstöpseln konnten. Dadurch hatten wir unsere Hände frei zum Fotografieren und konnten trotzdem den Ausführungen des Audioguides folgen.
Der Friedhof von St. Peter von den Katakomben aus.

Der Friedhof von St. Peter von den Katakomben aus.

Die Festung Hohensalzburg war für mich der Höhepunkt unseres Kurztrips. Da es Mittags jedoch schon wieder anfing zu regnen, brachten wir den Großteil der Fotoausrüstung zurück ins Hotel und erkundeten anschließend die Katakomben, den Stift St. Peter, sowie weitere Kirchen und Museen in der Altstadt.

Gerne hätten wir die Prunkräume der Festung Hohensalzburg mit denen in der Alten Residenz verglichen, jedoch waren diese wegen einer Veranstaltung durchgehend gesperrt. Also blieben uns für den restlichen Samstag noch die Neue Residenz mit dem Salzburg Museum, das Mozart Geburtshaus und das Mozart Wohnhaus zu besichtigen.

Hierzu sei gesagt, dass wer nur kurz in Salzburg ist, der kann gut auf die jeweils 10 Euro Eintritt für die beiden Mozart Häuser verzichten, da vor allem das Mozart Geburtshaus total überlaufen ist und es nicht wirklich viel zu sehen gibt. Falls sich jemand wirklich ernsthaft für Mozart interessiert, dann ist eher das Mozart Wohnhaus interessant.

Der dritte Tag: Schnee und noch mehr Museen

Da es am Ostersonntag fast durchgehend schneite, verbrachten wir entsprechend den kompletten Tag in weiteren Museen. Besonders gut gefallen hat uns das Haus der Natur mit dem zugehörigen Science Center. Wir verbrachten dort mehr als fünf Stunden, bevor wir mit dem Mönchsbergaufzug zur Panoramaterasse hochfuhren um anschließend das Museum der Moderne zu besuchen.

Da uns die moderne Kunst jedoch größtenteils nicht gefiel, verzichteten wir auf einen anschließenden Besuch im Rupertinum und gingen stattdessen ins Panoramamuseum. Dort wird als Hauptattraktion ein fast 200 Jahre altes, 360 Grad Panorama von Salzburg ausgestellt, so dass es sich empfiehlt zuerst Salzburg und dann das Panoramamuseum zu besuchen.

Unser letzter Tag: Schloss Hellbrunn

Die Festung Hohensalzburg vom Schloss Mirabell aus an Ostern 2013

Die Festung Hohensalzburg vom Schloss Mirabell aus bei unserem Besuch in Salzburg Ostern 2013

Am Ostermontag sind wir noch einmal früh raus, um vom Schloss Mirabell aus ein Foto von der Festung Hohensalzburg mit dem Dom und dem Schlosspark im Vordergrund zu machen (vergleiche das Bild rechts mit Bild ganz oben).

Anschließend fuhren wir mit dem Bus eine halbe Stunde raus aus Salzburg zum Lustschloss Hellbrunn mit seinen Parkanlagen und Wasserspielen. Trotz Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt waren die Teiche und Wasserspiele jedoch nicht vereist, da die dort angezapften Quellen relativ warm sind.

Wer sich mehrere Tage in Salzburg aufhält, dem sei dieser Ausflug wärmstens empfohlen. Die Parkanlagen und das Schloss Hellbrunn sind wirklich schön. Es gibt auch ein kleines Volkskundemuseum im so genannten Monatsschlössle direkt oberhalb der Parkanlagen. Wer einen kleinen Spaziergang über den Berg nicht scheut, der kann sich anschließend das Steintheater anschauen. Zusammen mit dem Salzburger Zoo lässt sich damit sicherlich ein kompletter Tagesausflug füllen.

Da sich das Wetter aber –entgegen den Ankündigungen im Wetterbericht– nicht besserte, sind wir schon gegen Mittag zurück in die Stadt um unser Gepäck abzuholen und sind fast zwei Stunden früher als geplant nach München gefahren. Dort hatten wir endlich Sonne und nutzen das gute Wetter für einen Spaziergang durch die bayrische Großstadt, bevor es endgültig nach Hause ging.

Fazit: Salzburg ist eine wunderschöne Stadt für Städtereisende und Kultururlauber. Mit seiner beeindruckenden Altstadt, den vielen Museen und weiteren Angeboten in der unmittelbaren Umgebung, kann man sowohl einen einzigen gemütlichen Nachmittag, als auch eine komplette Woche dort verbringen. Eine lohnenswerte Überlegung ist die Salzburg Card, die es für 24h, 48h und 72h gibt, und die in diesem Zeitraum auch als Nahverkehrsticket gilt.